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Vor- und Nach­tei­le ver­schie­de­ner Heiz­tech­ni­ken

Vor- und Nach­tei­le ver­schie­de­ner Heiz­tech­ni­ken

Die Aus­wahl an ver­schie­de­nen Heiz­tech­ni­ken ist groß. Sie unter­schei­den sich vor allem im Anschaf­fungs­preis, dem Raum­be­darf und den Betriebs­kos­ten. Wir geben Ihnen einen Über­blick über die gän­gi­gen Heiz­tech­ni­ken und erklä­ren ihre indi­vi­du­el­len Vor- und Nach­tei­le.

Nur ein kur­zer Dreh am Hei­zungs­knauf und schon wird der aus­ge­kühl­te Raum ange­nehm warm. – Damit sich die Zim­mer­tem­pe­ra­tur auf so beque­me Wei­se regu­lie­ren lässt, muss ein zen­tra­les Heiz­sys­tem Ener­gie in Wär­me umwan­deln und die­se am gewünsch­ten Ort bereit­stel­len. Für die Ener­gie­ge­win­nung nut­zen die Sys­te­me unter­schied­li­che Quel­len. Zu den gän­gigs­ten zäh­len rege­ne­ra­ti­ve Wär­me­trä­ger wie Luft, Was­ser und Son­ne und fos­si­le Brenn­stof­fe wie Erd­öl und Erd­gas. Wäh­rend rege­ne­ra­ti­ve Wär­me­trä­ger nahe­zu unend­lich ver­füg­bar sind, ist das Vor­kom­men an fos­si­len Brenn­stof­fe begrenzt. Zudem belas­tet die Nut­zung fos­si­ler Brenn­stof­fe erheb­lich die Umwelt. Aus die­sem Grund gilt in Deutsch­land seit 2009 ein Gesetz, das den Kli­ma­schutz stärkt: das Erneu­er­ba­re-Ener­gie-Wär­me­ge­setz (EEWär­meG).

 

Heiz­kes­sel: Wär­me­ge­win­nung durch Brenn­stof­fe

Ver­schie­de­ne Stof­fe set­zen ihre gespei­cher­te Ener­gie frei, wenn sie ver­brannt wer­den. Dazu gehö­ren Heiz­öl und Erd­gas. Die Heiz­tech­nik nutzt die­se Eigen­schaft, indem sie die Stof­fe in einem Heiz­kes­sel ver­brennt. Über der offe­nen Flam­me – dem soge­nann­ten Bren­ner – befin­det sich ein mit Was­ser gefüll­ter Tank.

Das Was­ser erhitzt sich wäh­rend des Ver­bren­nungs­pro­zes­ses und gelangt über ein ver­zweig­tes Rohr­sys­tem zum Bei­spiel zu den Heiz­kör­pern in den Wohn­räu­men. Neben den fos­si­len Brenn­stof­fen eig­nen sich auch rege­ne­ra­ti­ve Brenn­stof­fe wie Holz, Pflan­zen­öl oder Bio­gas für die Bereit­stel­lung von Wär­me­en­er­gie durch das Ver­bren­nen in einem Heiz­kes­sel.

 

Gas­hei­zung

 

 

Vor­tei­le:

  • nied­ri­ge Anschaf­fungs­kos­ten der Anla­ge bei vor­han­de­nem Gas­an­schluss (ab 6.000 Euro)
  • Anla­gen mit moder­ner Brenn­wert­tech­nik arbei­ten effi­zi­ent
  • Gas­brenn­wert­ther­me hat gerin­gen Platz­be­darf

Nach­tei­le:

  • hohe Betriebs­kos­ten mit stei­gen­der Ten­denz
  • Ener­gie­trä­ger nicht nach­hal­tig
  • Geräusch­ent­wick­lung wäh­rend des Zünd­vor­gangs des Bren­ners

Ölhei­zung

 

 

Vor­tei­le:

  • arbei­tet effi­zi­ent
  • mitt­le­re Anschaf­fungs­kos­ten der Anla­ge (ab 8.000 Euro)
  • Brenn­stoff lässt sich bei güns­ti­gen Ölprei­sen auf Vor­rat kau­fen
  • kei­ne lang­fris­ti­gen Lie­fer­ver­trä­ge

Nach­tei­le:

  • hoher Raum­be­darf für den Öltank
  • Geruchs­ent­wick­lung
  • Gefahr durch aus­lau­fen­des Öl
  • hohe Betriebs­kos­ten mit stei­gen­der Ten­denz (nied­ri­ger als Gas) – bei Nut­zung moder­ner Brenn­wert­tech­nik lässt sich der Ver­brauch aller­dings um ein Drit­tel sen­ken
  • hoher Schad­stoff­aus­stoß
  • Ener­gie­trä­ger nicht nach­hal­tig – alter­na­tiv: Bio-Heiz­öl
  • auf­wen­di­ge War­tung auf­grund hoher Ver­ruß­ung

Pel­let-Hei­zung

 

 

Vor­tei­le:

  • nicht an den Ener­gie­markt gebun­den
  • umwelt­freund­lich
  • nied­ri­ge Betriebs­kos­ten (preis­wer­ter als Öl und Gas)
  • arbei­tet sehr effi­zi­ent
  • erneu­er­ba­re Ener­gie­trä­ger

Nach­tei­le:

  • hohe Anschaf­fungs­kos­ten (ab 10.000) – die Kos­ten wer­den aber staat­lich bezu­schusst
  • hoher Platz­be­darf für Anla­ge und Lage­rung des Brenn­ma­te­ri­als
  • Ent­ste­hung von Fein­staub – nicht geeig­net für All­er­gi­ker
  • manu­el­le Ent­sor­gung der Asche, die nach dem Ver­bren­nungs­pro­zess zurück bleibt

Wär­me­pum­pe: Heiz­tech­nik mit erneu­er­ba­rer Ener­gie

Im Gegen­satz zur Gas- oder Ölhei­zung wan­delt eine wär­me­pum­pen­ba­sier­te Heiz­tech­nik Ener­gie ohne einen Ver­bren­nungs­pro­zess in Wär­me um. Als Ener­gie­trä­ger die­nen hier rege­ne­ra­ti­ve Wär­me­lie­fe­ran­ten wie Son­ne, war­me Umge­bungs­luft oder die Wär­me des Erd­reichs.

Das Wär­me­pum­pen-Sys­tem nimmt über Son­den oder Absor­ber Ener­gie aus dem Erd­reich, der Luft oder der Son­ne auf und gibt sie an ein Käl­te­mit­tel ab, das im Rohr­sys­tem zir­ku­liert. Bereits bei gerin­ger Erwär­mung ver­wan­delt sich das Käl­te­mit­tel in Gas. Die­ses gelangt über die Lei­tun­gen zu einem Ver­dich­ter, der es stark kom­pri­miert. Dadurch steigt die Tem­pe­ra­tur des Käl­te­mit­tel­ga­ses. Die nächs­te Sta­ti­on im Heiz­kreis­lauf ist der Ver­flüs­si­ger. Er ver­wan­delt das hei­ße Gas zurück in flüs­si­ge Form, nimmt die Wär­me auf und gibt die­se über einen Wär­me­tau­scher an das Heiz­sys­tem ab. Um die­sen Erwär­mungs­pro­zess in Gang zu hal­ten, benö­tigt die Heiz­tech­nik eine gerin­ge Men­ge an Strom.

 

 

 

Vor­tei­le:

  • umwelt­freund­lich
  • kos­ten­lo­se Nut­zung von Ener­gie­trä­gern
  • Anla­gen mit Son­de oder Absor­bern benö­ti­gen wenig Platz
  • gerin­ge Betriebs­kos­ten
  • kein Schad­stoff­aus­stoß

Nach­tei­le:

  • bei Luft­wär­me­pum­pen ent­steht Geräusch­ent­wick­lung von bis zu 60 Dezi­bel
  • hohe Anschaf­fungs­kos­ten (Luft-Was­ser-Wär­me­pum­pe ab 12.000 Euro, Erd­wär­me­pum­pe ab 20.000 Euro)

Nacht­spei­cher­hei­zung: Elek­trisch erzeug­te Wär­me mit Spei­cher­me­di­um

Die zen­tra­le Nacht­spei­cher­hei­zung wan­delt elek­tri­schen Strom in Wär­me um und spei­chert die­se über einen län­ge­ren Zeit­raum im Inne­ren. Hier befin­det sich ent­we­der ein Stein aus hoch­spei­cher­fä­hi­gem Magne­sit als Fest­stoff­spei­cher oder aber Was­ser. Die Tem­pe­ra­tur des Hei­zungs­kerns kann wäh­rend der Wär­me­spei­che­rung bis zu 700 Grad Cel­si­us errei­chen. Die Nacht­spei­cher­hei­zung stellt nun die Wär­me über meh­re­re Stun­den bereit.

Wäh­rend bei Nacht­spei­cher­hei­zun­gen mit Warm­was­ser­spei­cher das erwärm­te Was­ser direkt über die Roh­re zu den Heiz­kör­pern fließt, muss bei einem Fest­stoff­spei­cher die Wär­me­en­er­gie zuerst mit Hil­fe von Ven­ti­la­to­ren an das Hei­zungs­was­ser über­tra­gen wer­den. Damit wäh­rend des Spei­cher­pro­zes­ses so weni­ge Strom­kos­ten wie mög­lich anfal­len, erfolgt die­ser in einer Zeit, in der Strom­ta­ri­fe beson­ders güns­tig sind: in der Nacht.

 

 

Vor­tei­le:

  • gerin­ge Anschaf­fungs­kos­ten (pro Ofen ab 400 Euro)
  • gerin­ger Platz­be­darf
  • kei­ne Lage­rung von Brenn­stof­fen

Nach­tei­le:

  • hohe Betriebs­kos­ten
  • gerin­ge Strah­lungs­wär­me und damit inef­fek­tiv
  • bei Neu­bau­ten erlaubt die Ener­gie­spar­ver­ord­nung die Instal­la­ti­on von Nacht­spei­cher­hei­zun­gen nur dann, wenn bestimm­te Rah­men­be­din­gun­gen erfüllt wer­den

 

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