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Grund­stücks­su­che: Auf­la­gen in Bau­ge­bie­ten

Grund­stücks­su­che: Auf­la­gen in Bau­ge­bie­ten

Der eige­ne Haus­bau stellt eine viel­ver­spre­chen­de Zukunft in Aus­sicht. Eine wich­ti­ge Etap­pe auf dem Weg zum per­sön­li­chen Traum­haus ist die Grund­stücks­su­che. Doch bei der Wahl des rich­ti­gen Bau­grund­stücks kommt es auf mehr als eine expo­nier­te Lage wie die des viel gelieb­ten Grund­stücks am See an.

Augen auf beim Grund­stücks­kauf: Bestimm­te Auf­la­gen wol­len in Bau­ge­bie­ten erfüllt sein. Damit sich Ihr Haus­t­raum erfüllt und er nicht in einem Desas­ter endet, gehen wir mit Ihnen die Punk­te durch, wel­che Sie bei der Grund­stücks­su­che unbe­dingt beach­ten soll­ten.

 

1. Bebau­ungs­plan prü­fen

Für jedes Bau­ge­biet gel­ten bestimm­te Bau­vor­schrif­ten. In einem Gebiet, in wel­chem nur Bun­ga­lows vor­ge­se­hen sind, dür­fen Sie nicht mehr­ge­schos­sig bau­en. Lässt der Bebau­ungs­plan nur die Wahl zwi­schen Sat­tel­dä­chern oder Walm­dä­chern, kön­nen Sie kein Haus mit Pult­dach umset­zen. Auch Dach­far­ben, Fas­sa­den­ge­stal­tun­gen, Trauf-/First-/Kniestock­hö­hen sowie wei­te­re bau­li­che Details wer­den von Bebau­ungs­plä­nen gere­gelt. Der gemäß § 5 Bau­GB nach städ­te­bau­li­chen, sozia­len, wirt­schaft­li­chen und umwelt­schüt­zen­den Gesichts­punk­ten ent­wi­ckel­te Bebau­ungs­plan liegt beim Bau­ord­nungs­amt, dem Stadt­pla­nungs­amt oder der Gemein­de­ver­wal­tung vor. Wei­ter­hin ist die­ser auch oft auf der jewei­li­gen Inter­net­sei­te hin­ter­legt und kann aus­ge­druckt wer­den.

 

2. Belas­tun­gen oder Beschrän­kun­gen

Wer­den Belas­tun­gen des Grund­stücks erst nach dem Grund­stücks­kauf fest­ge­stellt, erle­ben Bau­her­ren ein böses Erwa­chen. Indem Sie sich vor­ab nach mög­li­cher­wei­se vor­han­de­nen Alt­las­ten, Rech­ten Drit­ter und Bau­las­ten erkun­di­gen, ver­mei­den Sie unschö­ne Über­ra­schun­gen.

2a) Alt­las­ten: Nach § 2 BBo­dSchG sind alt­las­ten­ver­däch­ti­ge Flä­chen

  • Grund­stü­cke, auf denen Abfäl­le gela­gert, behan­delt oder abge­la­gert wur­den
  • sowie Alt­stand­or­te mit Ver­dacht auf umwelt­ge­fähr­den­de Boden­ver­än­de­run­gen oder sons­ti­ge Gefah­ren für Per­so­nen

Alt­las­ten sind im Alt­las­ten­ka­tas­ter des Umwelt­am­tes ver­zeich­net. End­gül­ti­ge Sicher­heit über die Boden­qua­li­tät gibt ein Boden­gut­ach­ten.

2b) Rech­te Drit­ter: Rech­te Drit­ter sind zum Teil im Grund­buch ein­ge­tra­gen. Die­se kön­nen unter ande­rem sein:

  • Wohn­recht bei Grund­stü­cken mit Bebau­ung
  •  Geh-/Fahr- oder Lei­tungs­rech­te zum Bei­spiel sei­tens Nachbarn,Gemeinde oder Ener­gie­ver­sor­ger
  • Grund­pfand­rech­te
  • Öffent­li­ches Vor­kaufs­recht (fehlt im Grund­buch, Städ­te und Gemein­den haben immer ein Vor­kaufs­recht)

2c) Bau­las­ten: Die Bau­be­hör­de kann den Grund­stücks­ei­gen­tü­mer dazu ver­pflich­ten, auf sei­nem Grund­stück bestimm­te Din­ge zu erle­di­gen, zu dul­den oder zu unter­las­sen. Ob Bau­las­ten wie etwa eine Stell­platz­pflicht, eine Wege- oder Ver­ei­ni­gungs­bau­last oder eine Abstands­flä­chen­pflicht bestehen, ver­rät das Bau­las­ten­ver­zeich­nis beim Bau­amt.

 

3. Boden­gut­ach­ten beauf­tra­gen

Da nach  der VOB das Bau­grund­ri­si­ko beim Bau­herrn liegt, ist er mit einem Boden­gut­ach­ten auf der siche­ren Sei­te. Wer ohne vor­her­ge­hen­de Bau­grund­un­ter­su­chung ein Haus bau­en lässt, geht enor­me Risi­ken ein. Eine Boden­un­ter­su­chung gibt Aus­kunft über die Trag­fä­hig­keit des poten­zi­el­len Bau­grunds sowie die rich­ti­gen Abdich­tungs­maß­nah­men gemäß DIN 18195. Dar­über hin­aus las­sen sich mit­tels Boden­gut­ach­ten bis­her unbe­kann­te Alt­las­ten ermit­teln. Die Alt­las­ten­be­sei­ti­gung kann mit ihren hohen Kos­ten Ihr gesam­tes Bau­vor­ha­ben ver­ei­teln.

 

4. Grund­stücks­er­schlie­ßung

Möch­ten Sie ein voll erschlos­se­nes Grund­stück erwer­ben, müs­sen der Was­ser-, Elek­tri­zi­täts-und Abwas­ser­an­schluss (Gas von Fall zu Fall) sowie die infra­struk­tu­rel­le Anbin­dung vor­han­den sein. Über Kos­ten für die selbst zu legen­den Haus­an­schlüs­se infor­mie­ren loka­le Ver- und Ent­sor­ger. Da der aktu­el­le Eigen­tü­mer die Erschlie­ßungs­kos­ten und Anlie­ger­kos­ten (Stra­ßen, Anlie­ger) zu tra­gen hat und die Abrech­nung manch­mal Jah­re ver­spä­tet erfolgt, fra­gen Sie bit­te bei der Gemein­de nach, ob sämt­li­che Erschlie­ßungs­kos­ten bezahlt wur­den.

 

5. Der Kauf­ver­trag

Sind alle Fra­gen rund um das Grund­stück geklärt, kann der Kauf­ver­trag geschlos­sen wer­den. Den Kauf­ver­trags­ent­wurf soll­ten Sie sicher­heits­hal­ber von einer fach­kun­di­gen Per­son prü­fen las­sen. Der Notar führt die gesetz­lich vor­ge­schrie­be­ne nota­ri­el­le Beur­kun­dung des Grund­stücks­kaufs durch, beant­wor­tet Rechts­fra­gen hier­zu und ver­an­lasst für einen gesi­cher­ten Eigen­tums­über­gang die Auf­las­sungs­vor­mer­kung. Nach Kauf­preis­zah­lung ist der Moment für die Eigen­tums­über­schrei­bung gekom­men: Nun kann der Haus­bau star­ten!

 

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